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Im Herbst nachts laufen: gesehen werden und sicher bleiben

Von Global Runners——4 Min. Lesezeit

Mit der Umstellung auf die Winterzeit wird es dunkel, bevor der Arbeitstag zu Ende ist. Stirnlampe, gut sichtbare Kleidung, die Wahl der Strecke: alles, was Sie wissen müssen, um im Dunkeln sicher zu laufen.

Im Herbst nachts laufen: gesehen werden und sicher bleiben

Nachts zu laufen ist eine ganz andere Stimmung: die ruhige Stadt, die Lichter, das Geräusch Ihrer Schritte … Vorausgesetzt, man sieht und wird gesehen.

Seit der Umstellung auf die Winterzeit ist es gegen 17:30 Uhr dunkel. Für viele von uns findet der Lauf am Abend oder am frühen Morgen nun im Dunkeln statt. Ein Grund, bis zum Frühling mit dem Laufen aufzuhören, ist das aber nicht! So passen Sie Ihre Gewohnheiten an, um diese Läufe ganz entspannt zu genießen.

Gesehen werden: oberste Priorität

Nachts erkennt ein Autofahrer einen dunkel gekleideten Fußgänger erst auf etwa dreißig Meter, gegenüber mehr als 150 Metern, wenn er reflektierende Elemente trägt. Bei 50 km/h macht dieser Unterschied enorm viel aus.

  • Helle oder neonfarbene Kleidung für Läufe in der Dämmerung: Gelb, Orange und Neongrün sieht man von Weitem, solange noch etwas Licht da ist.
  • Reflektorstreifen für die tiefe Nacht: Sie werfen das Scheinwerferlicht zurück. Neonfarben allein reichen in völliger Dunkelheit nicht aus. Am wirksamsten sind sie an den Körperteilen, die sich bewegen: Knöchel, Handgelenke, Unterschenkel. Die Bewegung zieht den Blick des Fahrers an.
  • Eine Warnweste oder ein reflektierendes Armband: leicht, günstig, passt in jede Tasche.
  • Ein kleines rotes Blinklicht hinten, am Gürtel oder am Rücken befestigt, wenn Sie an Straßen entlanglaufen.

Sehen, wohin man tritt

Eine Stirnlampe ist unverzichtbar, sobald die Straßenbeleuchtung fehlt: Wege, Parks, Kanalufer, auf dem Land. Wählen Sie eine leichte, bequeme Lampe mit verstellbarem Lichtkegel. Zum Laufen auf der Straße genügen 200 bis 400 Lumen; auf Trails hilft ein breiterer und stärkerer Lichtkegel, Wurzeln und Steine zu erkennen.

Laden Sie sie vor jedem Lauf auf und senken Sie den Lichtkegel, wenn Ihnen jemand entgegenkommt, damit Sie niemanden blenden.

Die richtige Strecke wählen

Nachts ist nicht die Zeit für Entdeckungstouren:

  • bevorzugen Sie Strecken, die Sie in- und auswendig kennen, beleuchtet und belebt;
  • meiden Sie Straßen ohne Gehweg oder Seitenstreifen;
  • merken Sie sich vorab die heiklen Stellen (Löcher, Bordsteine, Wurzeln);
  • auf nassem Boden Vorsicht vor Laub, Gullydeckeln und Fahrbahnmarkierungen, die sehr rutschig sind.

Wenn Sie außerhalb geschlossener Ortschaften auf der Straße laufen müssen, sollen Fußgänger nach der französischen Straßenverkehrsordnung (und ebenso nach der deutschen) am linken Rand gehen, den Fahrzeugen entgegen: So sehen Sie sie kommen und können ausweichen.

Die Sinne wach halten

Abends lässt die Aufmerksamkeit mit der Müdigkeit des Tages nach. Um wachsam zu bleiben:

  • drehen Sie die Musik leiser oder lassen Sie ein Ohr frei, damit Sie Autos, Fahrräder und E-Roller hören;
  • suchen Sie an Kreuzungen Blickkontakt mit den Fahrern: Wenn sie Sie nicht gesehen haben, warten Sie;
  • laufen Sie auf dunklen Abschnitten etwas langsamer: Nachts läuft man langsamer, das ist normal.

Nicht allein loslaufen … oder Bescheid geben

Gemeinsam zu laufen ist sicherer, motivierender und geselliger: genau der Geist von Global Runners! Wenn Sie allein laufen, sagen Sie einer vertrauten Person, wohin Sie gehen und wann Sie zurück sein wollen, oder nutzen Sie die Standortfreigabe Ihres Telefons oder Ihrer Uhr. Nehmen Sie Ihr geladenes Telefon und einen Ausweis mit.

Kleine Extras für den Winter

  • Abends: Essen Sie ein bis zwei Stunden vor dem Start eine leichte Kleinigkeit, damit Sie nach dem Arbeitstag nicht mit leerem Magen laufen.
  • Morgens: Gönnen Sie sich ein längeres Aufwärmen, denn der Körper ist noch steif und es ist oft kälter.
  • Wenn Sie nach einem späten Lauf schlecht einschlafen, beenden Sie ihn mit lockerem Gehen und verzichten Sie nach 20 Uhr auf sehr intensive Einheiten.

Kurz gesagt

Neonfarben in der Dämmerung, Reflektoren in der Nacht, eine Stirnlampe, eine bekannte Strecke und jemand, der Bescheid weiß: Mit diesen Gewohnheiten werden nächtliche Läufe zu einem echten Genuss. Und Sie sehen die Stadt in einem ganz neuen Licht … oder eher in einer ganz neuen Nacht!

Quellen

  • Sécurité routière (französische Verkehrssicherheitsbehörde), Tipps für Fußgänger, um nachts gesehen zu werden, securite-routiere.gouv.fr (auf Französisch).
  • Französische Straßenverkehrsordnung, Artikel R412-36 (Fußgänger außerhalb geschlossener Ortschaften), legifrance.gouv.fr (auf Französisch); in Deutschland § 25 StVO.
  • Französischer Leichtathletikverband, Tipps für das Laufen außerhalb des Stadions, athle.fr (auf Französisch).

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